Eine Frage, die mir regelmäßig gestellt wird und über die ich sehr gerne spreche, lautet: "Warum nennen Sie es nicht Kooperation? Kollaboration erinnert mich an die Zusammenarbeit mit den Nazis...". Und sie haben völlig Recht. Der Begriff ist historisch besetzt und bringt einige grausame Konnotationen mit sich. Aber das bedeutet nicht, dass wir den Begriff einfach abschaffen sollten. Wie wäre es, wenn wir den Begriff Kollaboration neu besetzen und ihm eine neue Bedeutung geben? Ist die Intensität von co-laborate (labor!) nicht viel schöner als das mechanistische co-operate?

Das Tamarack Institute ist eine absolute Institution, wenn es darum geht, über Zusammenarbeit nachzudenken, und es hat viele Ressourcen veröffentlicht, die mich und viele Praktiker in diesem Bereich inspiriert haben. Einer ihrer wichtigsten Artikel befasst sich mit dem Spektrum der Zusammenarbeit. Zusammenarbeit ist nicht eine einzige Aktion, sondern kann viele Formen annehmen, je nach den beteiligten Partnern und ihren Zielen. Sie reicht vom Wettbewerb bis hin zur vollständigen Integration und bietet verschiedene Modalitäten der Zusammenarbeit, so dass es wichtig ist, die Art der Zusammenarbeit von Anfang an zu klären.

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit beginnt mit einer klaren Zielsetzung und einem guten Start, um Vertrauen und Engagement aufzubauen. Das Spektrum ermutigt die Partner, ihre Erwartungen abzustimmen und ihre Rollen zu definieren, um Konflikte und Ineffizienz zu vermeiden. Die Führung spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die richtigen Leute zusammenzubringen und sie durch eine komplexe, zielgerichtete Zusammenarbeit zu führen. Gemeinsame Verantwortung, Rechenschaftspflicht und Governance-Vereinbarungen - wie Aktionspläne und Entscheidungsstrategien - sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Das Ziel ist es, über eine oberflächliche Zusammenarbeit hinaus zu koordinierten, kooperativen oder sogar integrierten Bemühungen zu gelangen, die einen echten Systemwandel bewirken.

Für gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Partnerschaftsstrategien überdenken und sicherstellen müssen, dass sie mit den Zielen und Werten ihrer Organisation übereinstimmen. Und für mich ist die Phase der Zusammenarbeit letztlich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer strukturierten kollektiven Wirkung. Es ist die Phase, in der die Grenzen zwischen den Teams verschwimmen. Wenn die Führungskräfte, wenn sie wirklich im Dienste des Zwecks ihrer Organisation arbeiten, ihre Königreiche loslassen können. Wenn Organisationen zu organischen Bewegungen für ein gemeinsames Gut werden.

Davon spreche ich, wenn ich von Zusammenarbeit spreche. Wenn das nach etwas klingt, von dem Sie mehr machen wollen und ein wenig Hilfe dabei gebrauchen können: bitte melden Sie sich! In der Zwischenzeit können Sie lesen den vollständigen Artikel auf der Website des Tamarack Institute, zusammen mit vielen weiteren Ressourcen. Viel Spaß!